News - gut zu wissen


Foto von unsplash.com, Anja Bauermann
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Gebäudeenergiegesetzes - Wichtige Fristen auf einen Blick 

Ab dem 1. Januar 2024 müssen in bestimmten neu genehmigten Wohngebieten Heizungsanlagen in neu errichteten Gebäuden mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen.

 

 

 

 

 

🌿🏠 Anlagen, die vor dem 19. April 2023 in Auftrag gegeben wurden, haben bis zum 18. Oktober 2024 Zeit, um installiert zu werden, und sind von der 65-Prozent-Anforderung befreit.

🌿🏠 Bestehende Heizungen in bereits fertiggestellten Gebäuden dürfen weiter betrieben und repariert werden. Die 65-Prozent-Anforderung gilt ausschließlich für neu gebaute Strukturen in bestimmten Gebieten und für neu installierte Heizungen in bestehenden Gebäuden. Die Umsetzung erfolgt nach der Erstellung von kommunalen Wärmeplänen.

🌿🏠 Größere Städte (mit über 100.000 Einwohnern) müssen ihre kommunalen Wärmepläne bis zum 30. Juni 2026 erstellen, während kleinere Gemeinden bis zum 30. Juni 2028 Zeit haben.

🌿🏠 Sobald ein kommunaler Wärmeplan veröffentlicht ist, tritt die Verpflichtung zur Nutzung von 65 Prozent erneuerbarer Energien in Gemeinden mit abgeschlossener Planung einen Monat später in Kraft.

🌿🏠 Ab dem 1. Januar 2029 müssen Gas- und Ölheizungen, die vor dem 1. Januar 2024 ohne kommunalen Wärmeplan installiert wurden, schrittweise einen wachsenden Anteil erneuerbarer Energien nutzen.

🌿🏠 Es stehen verschiedene Optionen zur Erfüllung der 65-Prozent-Anforderung zur Verfügung, wie z. B. die Anbindung an Wärmenetze, elektrische Wärmepumpen, Stromdirektheizungen, Hybridheizungen, solarthermische Systeme und „H2-Ready“-Gasheizungen für den Betrieb mit Wasserstoff.

🌿🏠 Die Anforderungen und Beschränkungen für die Nutzung von 65 Prozent erneuerbarer Energien variieren je nach Heizungstyp.

🌿🏠 „H2-Ready“-Gasheizungen sind unter spezifischen Bedingungen in Gebieten mit Wasserstoffinfrastruktur zulässig.

🌿🏠Hybridheizungen mit Wärmepumpen müssen je nach Betriebsmodus eine bestimmte Mindestleistung der Wärmepumpe erfüllen.

🌿🏠 Bis Januar 2040 sind schrittweise steigende Anforderungen an den Anteil erneuerbarer Energien in Gas- und Ölheizungen festgelegt, um langfristig einen vollständigen Betrieb mit erneuerbaren Energien zu erreichen.

🌿🏠 Ab dem 1. Januar 2045 ist der Betrieb von Heizungen mit fossilen Brennstoffen nicht mehr gestattet.


RephiLe water, unsplash.com
RephiLe water, unsplash.com

Eine Legionellenprüfung ist Pflicht... 

 

 Eine Legionellenprüfung gewährleistet die Sicherheit des Trinkwassersystems und minimiert das Risiko einer Legionellenkontamination. Legionellen sind Bakterien, die die gefährliche Lungenerkrankung Legionärskrankheit verursachen können, insbesondere bei gefährdeten Personen.

 

 

Eine Legionellenprüfung ist erforderlich, wenn:

  • Mehr als zwei Wohneinheiten oder Nutzeinheiten vorhanden sind.
  • Mindestens eine dieser Einheiten vermietet wird.
  • Duschen oder andere Einrichtungen zur Vernebelung des Trinkwassers vorhanden sind.
  • Eine zentrale Trinkwassererwärmung installiert ist.
  • Das Speichervolumen über 400 Liter liegt oder sich mehr als 3 Liter Wasser in der Rohrleitung zwischen der Trinkwassererwärmung und der am weitesten entfernten Entnahmestelle befinden.

Die Legionellenprüfung ist verpflichtend im Abstand von höchstens drei Jahren durchzuführen, sofern Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen, jedoch nicht öffentlichen Tätigkeit abgegeben wird.

 

Die Prüfung umfasst normalerweise:

  • Probenahme aus verschiedenen Teilen des Wassersystems.
  • Laboranalyse auf Legionellen-Bakterien.
  • Auswertung der Ergebnisse und Feststellung des Gesundheitsrisikos.
  • Maßnahmen bei positiven Ergebnissen, wie Reinigung und Desinfektion des Wassersystems.

Insbesondere in Einrichtungen wie Krankenhäusern, Hotels und Pflegeheimen ist die Legionellenprüfung von großer Bedeutung, um Gesundheitsrisiken zu minimieren.

Die Vorschriften für die Prüfung können je nach Region variieren. Beachten Sie örtliche Gesetze und arbeiten Sie mit qualifizierten Fachleuten zusammen, um die Prüfung ordnungsgemäß durchzuführen.

 



Die Stadt Radolfzell fördert Balkonkraftwerke

mit 200 € - 400 

 

Balkonkraftwerke: Die Zukunft der Energiegewinnung! 🏡

Gut zu wissen: Im Jahr 2020 hat der Gesetzgeber das Wohneigentumsgesetz modifiziert und das Anbringen von Balkonkraftwerken erheblich vereinfacht! Im Gegensatz zu vorher reicht nun die Mehrheitszustimmung der Eigentümergemeinschaft aus, um Solarmodule zu installieren.

Ein Balkonkraftwerk ist die clevere Alternative zur großen PV-Anlage und bringt viele Vorteile mit sich:

✅ Einfach und kostengünstig umsetzbar

✅ Senkt deine Stromkosten, da der Haushaltsstromverbrauch reduziert wird

✅ PV-Module können an Balkonen, Flachdächern, Trapezblech- oder Ziegeldächern angebracht werden

✅ Der Mikrowechselrichter darf bis 600W ins Hausnetz einspeisen (ab 01.01.2024 sogar 800W)

Allgemeine Infos:

🔌 Die Montage kann selbst durchgeführt werden – es ist ein steckerfertiges Set!

👷‍♂️ Wir empfehlen jedoch, die Elektromontage durch einen Elektriker deines Vertrauens ausführen bzw. prüfen zu lassen.

🏢 Balkonbefestigungen sind bis zum 4. OG zugelassen; ab dem 5. OG gibt es Sonderlösungen.

📋 Das Kraftwerk muss beim Netzversorger und im MaStR (ab 01.01.2024 nur noch im MaStR) gemeldet werden.

💰 Gute Nachrichten für Radolfzell: Die Stadt fördert Balkonkraftwerke mit 200 € - 400 €!

 

Mache den ersten Schritt in Richtung sauberer Energie und spare dabei Geld. 💰🌍